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VIENNALE Special
EMPIRES OF TIN
Erstmals in ihrer Geschichte hat die VIENNALE ein Auftragswerk vergeben: Der Regisseur und Dokumentarist Jem Cohen hat am 1. November 2007 einen Live-Abend mit Film und Musik gestaltet. Sein dafür in New York und während seines Wienaufenthalts gedrehtes Filmmaterial wurde dabei in einer beeindruckenden Live-Performance vom legendären amerikanischen Singer-Songwirter Vic Chesnutt sowie Musikern von Silver Mt. Zion (Efrim Menuck, Jessica Moss, Thierry Amar und Eric Craven), Fugazi (Guy Picciotto) und The Quavers (T. Griffin und Cathrine McRae) begleitet.
Cohen beschreibt Empires of Tin als eine Reflexion über den Zerfall eines Imperiums und den Doppler-Effekt der Geschichte. Im frühen 21. Jahrhundert und im vierten Jahr eines großen Krieges warten wir auf den Niedergang eines Imperiums, so Cohen. Wenn wir Joseph Roths Radetzkymarsch und Die Kapuzinergruft lesen, stellen wir fest, dass seine Dämmerung auch die unsere ist. Im Zusammenspiel von Jem Cohens Filmaufnahen mit der Live-Musik von Vic Chesnutt und einer Reihe ausgewählter Musiker entstand jenes grandiose, radikale Event Empires of Tin, das einen musikalischen Höhepunkt in einer beeindruckenden Neuinterpretation von Johann Strauss Radetzkymarsch fand. VIC CHESNUTT & BAND
Unter Mithilfe von Jem Cohen hat Vic Chesnutt für seine CD North Star Deserter ein Pop-Orchester zusammengestellt, das seine intimen Leider mit verzerrten Gitarren und subtilen Dissonanzen auf die schiefe Bahn bringt.
Diese 'North Star' Band, die Vic Chesnutt ebenfalls bei Empires of Tin begleitete, stellte bei einem Exklusivkonzert am 2. November 2007 mit dem Songwirter das Material der CD vor. Er habe diese speziellen Leute zusammenbringen wollen, obwohl er kein Plattenproduzent sei, schreibt Jem Cohen: I thought they might hit it off. They hit it hard. I thought it might get heavy. It did. |